Hinweise zum Kündigungsrecht in der Kfz.-Versicherung


Kündigungsrecht

Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihre jetzige Kfz.-Versicherung zu kündigen:
- ordentliche (normale) Kündigung
- außerordentliche Kündigung


Ordentliche Kündigung

Bis zum 30. November können fast alle Autofahrer ihre Kraftfahrzeugversicherung kündigen, deren Versicherungsjahr am 31.Dezember endet. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat.

Ausgenommen von dieser Regel sind Verträge, die vor dem 01.01.1995 abgeschlossen wurden und die nach diesem Zeitpunkt nicht auf einen aktuelleren Tarif umgestellt wurden (z.B. durch Fahrzeugwechsel oder Tarifänderung). Die Kündigungsfrist beträgt 3 Monate. Eine Kündigung zum 31. Dezember müsste demnach bereits am 30. September bei Ihrem Versicherer vorliegen.


Außerordentliche Kündigung

Für Verträge, die nach dem 01.01.1995 abgeschlossen wurden (gilt auch für Verträge, wo nach diesem Termin ein Fahrzeugwechsel oder eine Tarifumstellung vorgenommen wurde) ist eine Kündigung zum Ende des Versicherungsjahres (meist der 31. Dezember) auch nach dem 30. November noch möglich, wenn sich der Beitrag erhöht ohne daß sich am Versicherungsumfang etwas ändert. Dies kann z.B. auch dann der Fall sein, wenn die Beitragserhöhung nur auf eine Typklassen- oder Regionalklassenerhöhung zurückzuführen ist.

Natürlich gilt dieses außerordentliche Kündigungsrecht auch dann, wenn sich nur der Beitrag erhöht.

Dieses Kündigungsrecht besteht auch in dem Moment, wo sich der Beitrag zwar durch eine bessere Schadenfreiheitsklasse vermindert, obwohl eine Typ- oder Regionalklassenänderung eigentlich eine Erhöhung zur Folge hat.

Da dies für viele Kunden nicht ganz durchschaubar ist, raten wir unseren möglichen Neukunden, uns eine Kopie ihrer Beitragsmitteilung zu überlassen.

Die außerordentliche Kündigung muß innerhalb von einem Monat nach Erhalt der Beitragsmitteilung des Versicherers ausgesprochen werden. Sie gilt mit sofortiger Wirkung, frühestens jedoch mit Wirkung zum Erhöhungstermin des Beitrages.


Kein Kündigungsrecht

Ein Kündigungsrecht besteht nicht, wenn die Erhöhung des zu zahlenden Beitrages nur auf eine Schadenrückstufung zurückzuführen ist.


Unser Tip

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